Computertomografie in der Kindheit


CT macht Krebs wahrscheinlicher
Computertomografie in der Kindheit

Eine Computertomografie in der Kindheit sollte nur erfolgen, wenn sie zwingend erforderlich ist. Dazu raten australische Forscher. Ihre Untersuchung ergab, dass Erwachsene, die sich als Kind oder Jugendlicher einer CT unterzogen, häufiger an Krebs erkranken.

Gefährliche Strahlen

Ein Team um John Mathews von der Universität in Melbourne analysierte die Krankenversicherungsdaten von rund elf Millionen Patienten. Knapp 680.000 von ihnen unterzogen sich einer CT bevor sie ein Alter von 20 erreichten. Die Wissenschaftler werteten aus, bei wie vielen der Patienten im späteren Leben Krebs auftrat. Bösartige Tumoren, die während des ersten Jahres nach der CT auftraten, nahmen die Ärzte nicht in die Analyse auf, da in diesen Fällen die Erkrankung womöglich schon zum Zeitpunkt der CT bestand. 

Das Auswerten der Daten ergab, dass die Studienteilnehmer nach einer CT-Untersuchung vor dem 20. Lebensjahr um 24 Prozent häufiger an Krebs erkrankten. Jede weitere CT erhöhte das Krebsrisiko um 16 Prozent. Dabei galt bis zum Eintritt in die Pubertät: Das Krebsrisiko war umso höher, je jünger die Kinder zum Zeitpunkt der CT waren.

CT-Einsatz sorgsam abwägen

Laut den Forschern spricht vieles dafür, die Belastung durch CT-Strahlen als wesentliche Ursache der Krebserkrankung zu sehen. Sie mahnen deshalb zu einem vorsichtigen Einsatz von computertomografischen Untersuchungen, insbesondere im Kindesalter. "Es muss sichergestellt werden, dass die CT-Diagnostik auf Situationen beschränkt bleibt, in denen eine klare klinische Indikation besteht, und es muss die jeweils niedrigste Dosis gewählt werden", schreiben die Forscher im British Medical Journal. Oft gäbe es sanftere Alternativen, zum Beispiel Ultraschall- und Kernspinuntersuchungen, die ebenso eine gute Diagnose ermöglichen.

News

HPV-Impfung: Sicher und wirksam
HPV-Impfung: Sicher und wirksam

Erneut bestätigt

Impfungen werden nicht „einfach so“ empfohlen. Ihre Wirkung und vor allem ihre Sicherheit wird in Studien geprüft. Zwei neue große Studien haben für die HPV-Impfung nun erneut bestätigt: Die Impfung hat wenig Nebenwirkungen und schützt zuverlässig.   mehr

Wärmflaschen richtig benutzen
Wärmflaschen richtig benutzen

Achtung, Verbrühungs-Gefahr

Wärmflaschen sind bei vielen Gelegenheiten hilfreich. Sie haben allerdings auch ihre Tücken – im schlimmsten Fall kann man sich damit verbrühen. Damit das nicht passiert, gibt es hier ein paar praktische Tipps.   mehr

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Stadt-Apotheke-Staaken
Inhaber Christian Kelsch
Telefon 030/3 66 94 81
Fax 030/25 81 93 53
E-Mail ckelsch@web.de