Erste Hilfe bei epileptischem Anfall


Betroffene nicht von Bewegungen abhalten
Erste Hilfe bei epileptischem Anfall

Wenn ein Mensch einen epileptischen Anfall mit Verkrampfungen, Zuckungen oder starker Bewegungsunruhe erleidet, heißt es: Ruhe bewahren und dafür sorgen, dass er sich nicht verletzt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin.

Kontrolle über Bewegungen verloren

Bei der Epilepsie handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Etwa 0,8 Prozent der Weltbevölkerung leiden daran. Typische Symptome sind wiederholt auftretende Krampfanfälle mit nicht kontrollierbaren Muskelzuckungen. „Erste‐Hilfe‐Maßnahmen bei einem epileptischen Anfall sind zum Beispiel Polsterung oder Umlagerung des Betroffenen, um ihn vor Stößen zu schützen. Auch sollten Helfende Gegenstände, die eine Verletzungsgefahr darstellen, außer Reichweite bringen“, rät Bernhard Steinhoff von der DGN in Berlin.
„Keinesfalls sollten Umstehende während des Anfalls Beine und Arme des Betroffenen zu fixieren versuchen, weil er sich so noch mehr verletzen kann. Ein Beißschutz in der Mundhöhle kommt fast immer zu spät, wenn sich der Epileptiker auf die Zunge beißt.“

Aufmerksam bleiben und Ruhe bewahren

Wichtig ist es, sorgfältige zu beobachten und möglichst gelassen mit der für viele dramatischen Situation umzugehen. „Ein Notfallmedikament sollten nur erfahrene Angehörige verabreichen, die die Maßnahme mit dem behandelnden Arzt zuvor besprochen haben und entsprechend geschult sind mit der Situation fertig zu werden“, ergänzt Steinhoff. Die Atemwege des Betroffenen müssen frei bleiben. Gegebenenfalls muss man den Zahnersatz entfernen, in der Regel aber erst nachdem der Anfall abklingt. Umstehende sollten solange bei der Person bleiben, bis sie sich erholt hat.

Die meisten Anfälle klingen in der Regel innerhalb von drei Minuten ab. Ein länger dauernder Anfall ist lebensbedrohlich, da wichtige Körperfunktionen ausfallen können, zum Beispiel die Steuerung von Atmung, Blutdruck und Körpertemperatur. Dauert ein einzelner epileptischer Anfall länger als fünf Minuten, muss ein Notarzt kommen.

Wenn ein Epileptiker nach dem Ende eines Anfalls ohne erkennbare Schäden eine notfallmedizinische Versorgung oder einen Krankenhaustransport ablehnt, sollten Helfer dies respektieren, da es bei bekannter Epilepsie nicht erforderlich ist.

News

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Hormon und Kuscheln heilt Wunden
Hormon und Kuscheln heilt Wunden

Liebe ist die beste Medizin

Bisher werden Verletzungen mit Verbänden oder Wundspray behandelt. Steht demnächst vielleicht auch Oxytocin plus Kuscheln auf dem Rezept? Die Kombination soll Wunden schneller heilen lassen.   mehr

Länger leben mit grünem Tee?
Frau in mittleren Jahren gießt sich Tee aus einer Kanne ein. Teetrinken hat einen guten Ruf für die Gesundheit.

Eher geringer Effekt nachweisbar

Grünem Tee wird schon lange eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt - bei Darmerkrankungen, gegen Alzheimer, Krebs, oder ganz besonders gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber  ist an dem Gesundheitsmythos wirklich etwas dran?   mehr

Dellwarzen den Garaus machen
Dellwarzen den Garaus machen

Nicht immer nur kosmetisch störend

Dellwarzen sind klein und relativ unscheinbar – und verschwinden früher oder später von selbst wieder. In manchen Fällen sollten sie jedoch behandelt werden. Je nachdem, wo sie sitzen, ist das auch als Selbsttherapie möglich.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Stadt-Apotheke-Staaken
Inhaber Christian Kelsch
Telefon 030/3 66 94 81
Fax 030/25 81 93 53
E-Mail ckelsch@web.de