Rheuma erhöht Schlaganfall-Risiko


Entzündete Gelenke bedrohen Herz
Rheuma erhöht Schlaganfall-Risiko

Menschen, die an rheumatoider Arthritis leiden, sind anfällig für Herzrhythmusstörungen und erleiden in der Folge häufig einen Schlaganfall. Das ergab eine Untersuchung der Universitätsklinik Gentofte bei Kopenhagen.

Vorhofflimmern fördert Schlaganfälle

Rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung der Gelenke, die vor allem Menschen im Alter von 35 bis 45 Jahren trifft. Sie verursacht nicht nur Schmerzen in den Gelenken, sondern bedroht auch die Herzgesundheit: Das Herzinfarkt-Risiko ist für Rheumatiker höher als für gesunde Menschen. Der genaue Zusammenhang zwischen den Gelenkentzündungen und dem Herzen war bisher unklar.

Dänische Forscher konnten jetzt zeigen, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis anfällig für Vorhofflimmern sind. Vorhofflimmern ist eine weit verbreitete Herzrhythmusstörung, die das Risiko für einen Schlaganfall erhöht. Betroffene leiden oft unter Herzrasen oder innerer Unruhe. Manchmal bleibt das Vorhofflimmern unbemerkt, ist aber nicht weniger gefährlich. Die Forscher ermittelten aus den Daten von 4,2 Millionen Menschen über 18.200 Personen mit rheumatoider Arthritis. Unter diesen waren 774 von Vorhofflimmern betroffen und 718 hatten einen Schlaganfall erlitten.

Herzschlag checken lassen

Die Wissenschaftler berechneten, dass das Schlaganfall-Risiko für die Rheumatiker um 40 Prozent höher war als für die Nicht-Rheumatiker. Möglicher Grund: Die Entzündung im Körper fördert die Verkalkung der Arterien. Diese führt oft zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rheuma-Patienten sollten daher regelmäßig ihren Herzschlag überprüfen lassen, so die Empfehlung der Wissenschaftler.

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