In der Sauna Infekten vorbeugen


Schwitzen für die Abwehr
In der Sauna Infekten vorbeugen

Bittere Kälte und trockene Heizungsluft fordern im Winter unsere Abwehrkräfte heraus. Der Gang in die Sauna unterstützt unser Immunsystem. Was dabei zu beachten ist und wer auf ein Schwitzbad besser verzichtet. 

Saunieren stärkt die Abwehr
Bei einem Saunagang schalten wir herrlich ab und entspannen. Doch die Sauna leistet noch mehr: Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem und beugen Erkältungen vor. Die Hitze im Schwitzbad lässt die Körpertemperatur ansteigen. Dieser thermische Reiz regt die Produktion von Interferonen an. Das sind Botenstoffe, die in der körpereigenen Abwehr von Infektionen eine bedeutende Rolle spielen. Sind sie erhöht, ist unsere Abwehr gestärkt. Rainer Brenke, Spezialist für Naturheilverfahren, erklärt: „Durch die Sauna ändern sich im Körper langfristig die unspezifischen Abwehrmechanismen“.

„Außerdem kann das Saunieren positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck haben“, ergänzt der Allgemeinmediziner Amin Aschour. Denn der Wechsel zwischen Wärme und anschließender Abkühlung regt den Kreislauf an.

Krank in die Sauna? 
Doch die Sauna eignet sich nicht für jedermann. Aschour warnt unter anderem akut erkrankte Menschen vor einem Saunabesuch: „Viele Menschen erliegen dem Irrglauben, dass die Sauna gesund macht, wenn man bereits akut krank ist“. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ist man bereits erkältet und setzt sich dem Wechsel aus Hitze und Kälte aus, kann die Erkrankung sich verschlimmern. Denn die abwehrstärkenden Effekte wirken so kurzfristig nicht. Zudem besteht eine Ansteckungsgefahr für die anderen Saunagänger. Deshalb sollten akut Erkrankte die Sauna meiden. 

Aschour rät chronisch kranken Menschen vor ihrem ersten Saunabesuch mit ihrem Arzt zu sprechen. Besondere Vorsicht gilt bei Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Asthma, Schilddrüsen-überfunktion und Nierenkrankheiten. Wer unter Schwindel oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis leidet, sollte vor dem Saunieren ebenfalls besser Rücksprache mit seinem Arzt halten. Gleiches gilt für Schwangere.

Für alle Saunagänger empfiehlt es sich, auf die Signale ihres Körpers zu hören. Legen Sie im Zweifel lieber längere Ruhepausen ein und setzen Sie sich nur kurz in das Schwitzbad. Denn Sauna soll entspannen und wohltun, nicht anstrengen.

Tipps für den Saunabesuch: 

  • Nicht ausgetrocknet in die Sauna gehen. Deshalb vorher viel trinken.
  • Vor dem Saunieren duschen. Nach dem Duschen gründlich abtrocken, denn mit trockener Hautoberfläche schwitzt man besser.  
  • Ein Saunagang sollte zischen 8–15 Minuten dauern. Fühlen Sie sich unwohl, verlassen Sie die Sauna frühzeitig. 
  • Setzen Sie sich die letzten zwei Minuten des Saunagangs aufrecht hin, um den Kreislauf auf das Aufstehen vorzubereiten. 
  • Ist Ihnen der anschließende Kaltwasserguss unangenehm, duschen Sie sich nur lauwarm ab oder gehen Sie an die frische Luft. 
  • Pro Tag maximal drei Saunagänge durchführen. 
  • Die Zeiträume zwischen den Saunagängen sollten mindestens so lang sein, wie die einzelnen Gänge selbst. 
  • Nach dem letzten Saunagang viel trinken und sportliche Aktivitäten während der nächsten Stunden vermeiden. 
  • Die positiven Effekte sind stärker, je regelmäßiger Sie saunieren.

News

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Kein Autismus durch Paracetamol
Kein Autismus durch Paracetamol

Einnahme bei Schwangeren sicher

Immer wieder wird behauptet, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft das Autismusrisiko beim Kind erhöht. Doch das ist nicht der Fall, wie eine aktuelle Metaanalyse erneut unterstreicht.   mehr

Superfood Hülsenfrüchte
Eine Frau zeigt Hülsenfrüchte, die sie geerntet hat.

Das steckt in Linsen, Bohnen, Erbsen & Co.

Wer Nahrungsmittel mit „Superkräften“ sucht, muss nicht unbedingt zu Chia-Samen, Quinoa oder anderen Import-Nahrungsmitteln greifen. Richtig viele gesunde Inhaltsstoffe haben auch unsere heimischen Hülsenfrüchte.   mehr

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Stadt-Apotheke-Staaken
Inhaber Christian Kelsch
Telefon 030/3 66 94 81
Fax 030/25 81 93 53
E-Mail ckelsch@web.de