Wunden selbst versorgen


Kleine Blessuren richtig behandeln
Wunden selbst versorgen

Vor allem Kinder holen sich beim Spielen schnell kleine Verletzungen und Blessuren. Wie Eltern diese am besten versorgen, erläutert Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI).
Schürfwunden
Beim Laufen, Fahrradfahren oder Inlineskaten besteht nicht nur für Kinder Sturzgefahr. „Bei Stürzen auf rauem Untergrund entstehen Schürfwunden, bei denen die obersten Hautschichten und oftmals auch Blutgefäße großflächig verletzt werden. Wichtig ist es, die Wunde zu reinigen, um zu verhindern, dass Bakterien in das Gewebe eindringen“, erklärt Dr. Wesiack.

Zuerst gilt es, die Wunde mit einer Pinzette von Fremdkörpern zu befreien und sie anschließend mit einem Desinfektionsmittel oder notfalls mit Leitungswasser zu säubern. Tief sitzende Fremdkörper muss ein Arzt entfernen. Damit keine Bakterien in die Verletzung eindringen, eignen sich Wund- und Feuchtpflaster oder eine Wundkompresse mit Mullbinde. Bei nässenden Wunden verhindern atmungsaktive Sprühverbände oder sterile Salbenkompressen, dass die Wunde mit dem Verband verklebt.
Schnittwunden
Bei Schnittwunden wird das Gewebe glatt durchtrennt und die verletzten Gefäße bluten länger und stärker. „Das Blut sorgt für eine Reinigung des verletzten Gewebes, weshalb man die Wunde kurz bluten lassen sollte. Im Anschluss die Wundränder aneinander drücken und das Pflaster quer zum Schnitt kleben“, sagt Wesiack. Bei tieferen Schnitten empfiehlt sich eine sterile Wundauflage als Druckverband. Darüber wird ein Verbandpäckchen gelegt und mit einer weiteren Binde befestigt. Wenn die Wunde nach Anlegen des Druckverbandes nach fünf Minuten nicht aufhört zu bluten, muss sie vom Arzt versorgt werden. Es könnte sein, dass ein größeres Gefäß verletzt ist. Darüber hinaus sind Taubheitsgefühl oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit Alarmzeichen für eine mögliche Verletzung von Nerven oder Sehnen.
Platzwunden
Platzwunden zählen zu den häufigsten Verletzungen überhaupt. Sie entstehen bei der Einwirkung stumpfer Gewalt auf Gewebe nahe am Knochen, wo Muskulatur oder Fettgewebe als Stoßdämpfer fehlen. Besonders häufig kommen sie an Kopf und Schienbein vor. „Als Erste Hilfe ist es ausreichend, eine Kompresse mit einer Binde zu fixieren. Um die Wundheilung zu verbessern und eine Narbenbildung zu verhindern, ist es bei Platzwunden aber oftmals ratsam, dass ein Arzt die Wundränder ausschneidet und die Wunde anschließend vernäht“, erläutert Dr. Wesiack

Wundheilung aufmerksam beobachten

Nachdem eine Wunde selbst behandelt wurde, spielt die Nachsorge eine große Rolle. Da bei jeder Verletzung Krankheitserreger in den Körper eindringen können, ist es wichtig, die Wunde aufmerksam zu beobachten. Schwellungen, Rötungen, starke Erwärmung sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen benachbarter Gelenke deuten auf eine Entzündung hin. In diesem Fall ist ein Arztbesuch notwendig. Besonders bei Rötungen, die sich von der Wunde ausbreiten: Es kann sich dabei um eine Entzündung der Lymphgefäße handeln und es droht eine Blutvergiftung. Bei diesen Anzeichen ist eine sofortige medizinische Versorgung notwendig.

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