Homöopathie bei erkälteten Kindern?


Keine Wirkung laut aktueller Studie
Homöopathie bei erkälteten Kindern?
spass/Shutterstock.com

Schnupfnasen bei Kindern sind häufig. Da wäre es doch wunderbar, wenn man diese mit homöopathischen Mitteln behandeln oder ihnen sogar vorbeugen könnte. Das funktioniert aber leider nicht, wie eine aktualisierte Studie von 2018 nun nochmal bestätigt.

Kein Wirknachweis bei oberen Atemwegsinfektionen

Infektionen der oberen Atemwege verlaufen zwar in aller Regel harmlos, sind für Kinder und Eltern aber oft ein großer Stressfaktor. Da ist es naheliegend, dass Eltern gerne dem Versprechen der Homöopathie glauben, bestimmte Präparate und Kombinationen könnten die Erkrankungen verkürzen oder sogar verhindern. Eine Forschergruppe der Cochrane-Stiftung wollte deswegen schon 2018 wissen, ob die homöopathischen Mittel das tatsächlich schaffen. Sie werteten dazu systematisch Studien aus und kamen zu dem Ergebnis, dass die Homöopathie bei Infekten des oberen Atemweges bei Kindern von 0 bis 16 Jahren nicht wirksam sind.

Je besser die Studie, umso schlechter das Ergebnis

Jetzt hat die Chochrane-Gruppe ihre Auswertung nochmal an Hand von 11 Studien mit 1813 Kindern aktualisiert – und kam zum gleichen Ergebnis. Wie häufig bei homöopathischen Studien waren die Forschenden mit der Qualität der Studien allerdings unzufrieden. Oft wurden in den Studien die Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens nicht eingehalten. Auffällig war dabei auch, dass qualitativ „schlechte“ Studien eher zu dem Ergebnis kamen, dass die Homöopathie zumindest geringfügig hilft. Studien mit höheren Standards hingegen ergaben keine Wirkung der Präparate.

Auf andere Hausmittel zurückgreifen

Eltern, die von den Ergebnissen enttäuscht sind, können sich immerhin damit trösten, dass Atemwegsinfekte in der Regel ganz von alleine wieder verschwinden. Und dass es viele andere Hausmittel gibt, bei denen ein positiver Effekt laut Studienlage zumindest möglich ist, etwa bei Echinacea oder Zink.

Quellen:

News

Vor Sonne und Stichen schützen

Mann steht vor Palmen und sprüht sich ein Mückenschutzmittel auf den Unterarm.

Sommerliche Herausforderung

Im Sommer möchte man sich meist sowohl vor Mücken als auch vor Sonnenbrand schützen. Was ist dabei zu beachten?   mehr

HPV-Impfung gegen Krebs
HPV-Impfung gegen Krebs

Für junge Menschen empfohlen

Humane Papillomaviren können Krebs verursachen. Eine Impfung gegen das Virus kann davor schützen – doch wie funktioniert das und wer sollte sich impfen lassen?   mehr

Stärker mit Kreatin?
Stärker mit Kreatin?

Hilft nicht immer

Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung sportlicher Leistungen sind beliebt. Aktuell besonders beworben wird Kreatin. Was sagt die Wissenschaft dazu?   mehr

Erhöhte Malariagefahr in Namibia
Erhöhte Malariagefahr in Namibia

Deutlich mehr Fälle

Wer in der nächsten Zeit nach Namibia reisen möchte, sollte Mückenschutz und Malariaprophylaxe besonders ernst nehmen. Denn Namibia erlebt derzeit einen ausgeprägten Anstieg von Malaria-Infektionen.   mehr

Gefahr für Nierensteine steigt
Gefahr für Nierensteine steigt

Wenn es immer heißer wird

Mit Nieren- und Harnleitersteinen muss man im Zeiten des Klimawandels auch hierzulande wohl häufiger rechnen. Da hilft nur eins: ausreichend trinken. Ganz besonders gilt das für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Stadt-Apotheke-Staaken
Inhaber Christian Kelsch
Telefon 030/3 66 94 81
Fax 030/25 81 93 53
E-Mail ckelsch@web.de